DAS STUNDENBUCH RILKE PDF

DAS STUNDENBUCH RILKE PDF

Aug 16, 2020 Career by admin

The Book of Hours (German: Das Stunden-Buch) is a collection of poetry by the Bohemian-Austrian poet and novelist Rainer Maria Rilke (). Das Stunden-Buch: Rainer Maria Rilke: Maturity.: written between and , Das Stunden-Buch (). Here the poetic ā€œIā€ presents himself to the reader. Das Stunden-Buch [Rainer Maria Rilke] on *FREE* shipping on qualifying offers. Bei diesem Werk handelt es sich um eine urheberrechtsfreie.

Author: Duzragore Voodookasa
Country: Turks & Caicos Islands
Language: English (Spanish)
Genre: Photos
Published (Last): 24 October 2015
Pages: 222
PDF File Size: 10.98 Mb
ePub File Size: 18.13 Mb
ISBN: 502-7-54604-965-9
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Auflage year firstpub corrector reuters abc.

Nichts war noch vollendet, eh ich es erschaut, ein jedes Werden stand still. Meine Blicke sind reif, und wie eine Braut kommt jedem das Ding, das er will.

Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn. Doch wie ich mich auch in mich selber neige: Mein Gott ist dunkel und wie ein Gewebe von hundert Wurzeln, welche schweigsam trinken. Wir holen aus den alten Farbenschalen die gleichen Striche und die gleichen Strahlen, mit denen dich der Heilige verschwieg. Du bist allein im Saal. Und wenn du etwas brauchst, ist keiner da, um deinem Tasten einen Trank zu reichen: Gib ein kleines Zeichen.

Ich bin ganz nah. Und deine Bilder stehn vor dir wie Namen. Und wenn einmal das Licht in mir entbrennt, mit welchem meine Tiefe dich erkennt, vergeudet sichs als Glanz auf ihren Rahmen. Und meine Sinne, welche schnell erlahmen, sind ohne Heimat und von dir getrennt. Ich lebe grad, da das Jahrhundert geht. Du sagtest leben laut und sterben leise und wiederholtest immer wieder: Doch vor dem ersten Tode kam der Mord. Der Bruder hat mir was getan, was meine Augen nicht sahn. Er ist jetzt allein.

Denn ihm tut niemand, wie er mir getan. Es gingen alle meine Bahn, kommen alle vor seinen Zorn, gehen alle an ihm verloren. An mich hat die Nacht gedacht; an ihn nicht. Und es kann sein: Ich glaube an Alles noch nie Gesagte. Ist das vermessen, mein Gott, vergib. Aber ich will dir damit nur sagen: Ich bin auf der Welt zu allein und doch nicht allein genug, um jede Stunde zu weihn.

Ich bin auf der Welt zu gering und doch nicht klein genug, um vor dir zu sein wie ein Ding, dunkel und klug. Ich will dich immer spiegeln in ganzer Gestalt, und will niemals blind sein oder zu alt um dein schweres schwankendes Bild zu halten. Ich will mich entfalten. Nirgends will ich gebogen bleiben, denn dort bin ich gelogen, wo ich gebogen bin. Und ich will meinen Sinn wahr vor dir. Du siehst, ich will viel.

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Vielleicht will ich Alles: Aber wer kann dich vollenden, du Dom. Was ist die Welt? Du bist der Zweite seiner Einsamkeit, die ruhige Mitte tilke Monologen; und jeder Kreis, um dich gezogen, spannt ihm den Zirkel aus der Zeit.

Wenn ich dich maleGott, du merkst es kaum. Du bist nichtmehr inmitten deines Glanzes, wo alle Linien des Engeltanzes die Fernen dir verbrauchen wie Musik, du wohnst in deinem allerletzten Haus.

Dein ganzer Himmel horcht in mich hinaus, weil ich mich sinnend dir verschwieg. Siehst du nicht meine Seele, wie sie dicht vor dir in einem Kleid aus Stille steht?

Reift nicht mein mailiches Gebet an deinem Blicke wie an einem Baum?

Mein Leben ist nicht diese steile Stunde, darin du mich so eilen siehst. Und das Lied bleibt: Meine Hand ist dir viel zu breit. Ich verrinne, daz verrinne wie Sand, der durch Finger rinnt. Ich habe auf einmal so viele Sinne, die alle anders durstig sind. Aber am meisten mitten im Herzen. Denn seine Rechte will schon von der Linken, um sich zu wehren oder um zu winken und um am Arm allein zu sein. Raum wird auf einem neuen Angesichte.

Es war kein Licht vor diesem Lichte, und, wie noch nie, beginnt dein Buch.

Und manchmal kommt ein ernster Hergereister, geht wie ein Glanz durch unsre hundert Geister und zeigt uns zitternd einen neuen Griff. Erst wenn es dunkelt lassen wir stundehbuch los: Du bist so dunkel; meine kleine Helle an deinem Saum hat keinen Sinn.

Dein Wille geht wie eine Welle und jeder Tag ertrinkt darin. Denn du warst selber nur ein Gast des Golds. Da hebt noch einer ihre ganze Last und wirft sie in den Abgrund seiner Brust. Es wendete sich alle Kraft zu dem strahlenden Knaben. Alle kamen mit Gaben zu ihm; alle sangen wie Cherubim seinen Preis.

Und er duftete leis als Rose der Rosen. Er war ein Kreis um die Heimatlosen. So hat man sie gemalt; vor allem Einer, der seine Sehnsucht aus der Sonne trug. Denn nur dem Einsamen wird offenbart, und vielen Einsamen der gleichen Art wird mehr gegeben als dem schmalen Einen.

Das ist das endlichste Gebet, das dann die Sehenden sich sagen: Die Wurzel Gott hat Frucht getragen, geht hin, die Glocken zu zerschlagen; wir kommen zu den stillern Tagen, in denen reif die Stunde steht.

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Die Wurzel Gott hat Frucht getragen. Seid ernst und seht. Ich bin die Welt, aus der er irrend fiel. Man kennt nur diese fremde gelbe Hand, die sich ausstreckt so nackt und nah ā€” da da: Was wirst du tun, Gott, wenn ich sterbe? Ich bin dein Krug wenn ich zerscherbe? Ich bin dein Trank wenn ich verderbe? Bin dein Gewand und dein Gewerbe, mit mir verlierst du deinen Sinn. Das Wissen ist nur in der Zeit. Du bist der Bittende und Bange, der aller Dinge Sinn beschwert.

Das Stunden-Buch: Rainer Maria Rilke: : Books

Du bist die Silbe im Gesange, die immer zitternder im Zwange der starken Stundenbuc wiederkehrt. Du bist der Schlichte, welcher sparte. Du bist der Bauer mit dem Barte von Ewigkeit zu Ewigkeit. Du, gestern Knabe, dem die Wirrnis kam: Er lehrt dich sagen: Ich habe Hymnen, die stundenvuch schweige. Es gibt ein Aufgerichtetsein, darin ich meine Sinne neige: Du kannst mich dunkel unterscheiden von jenen Dingen, welche daas sie sind wie Herden und sie weiden, ich bin der Hirt am Hang der Heiden, vor welchem sie zu Abend ziehn.

Die Zeit ist eine vielgestalte. Wir sind wie Adern im Basalte in Gottes harter Herrlichkeit. Der Name ist uns wie ein Licht hart an die Stirn gestellt. Du bogst mich langsam aus der Zeit, in die ich schwankend stieg; ich neigte mich nach leisem Streit: Dein allererstes Wort war: Dann schwiegst du lange. Dein zweites Wort ward Mensch und bange wir dunkeln noch in seinem Klange und wieder sinnt dein Angesicht.

Ich bete nachts oft: Es wurde Nacht im Paradies: Du kommst und gehst. Oft wenn ich dich in Sinnen sehe, verteilt sich deine Allgestalt: Du bist ein Rad, an dem ich stehe: Du bist der Sanfte, der sich sagte, und doch: Aber, die Augen abgewendet, will ich es immer wieder baun.

Und bin ich auch wie Laub atundenbuch Lehm, sooft ich bete oder male ist Sonntag, und ich bin im Tale ein jubelndes Jerusalem. Ich bin die stolze Stadt rllke Herrn und sage ihn mit hundert Zungen; in mir ist Davids Dank verklungen: